Zum Inhalt springen

Bus

Lachend in der letzten Reihe im Bus schauen wir uns in einiger Harmonie tief in die lachenden Grübchen. Deine Witze wurden immer schlechter und niemand schien uns mehr im Bus zu mögen. Aber genau das war das allerbeste an der Sache.

Wir flogen nur eine Weile durch die verlassenen Orte, die man als Erwachsener kaum mehr besucht. Waren wir noch kleiner und die besten Bros, die man sich nur vorstellen konnte. Wir waren die Unzertennlichen. Als wir noch Pokemon spielten unter dem Trampolin deiner Eltern. Als ich dein Pikachu war und ich gegen deine Schwester kämpfte.

Du kanntest mich. Ich hab dich so oft wieder und wieder verkannt. Habe dich abgelehnt, als du diesen Brief schriebst, den ich nie habe lesen wollen. Hast meine Freundin verrückt genannt und ich hätte einen Tumor in meinem Kopf. Das war vielleicht die Zeit, in der unsere Köpfe längst in der Großstadt wohnten und die Tastatur unsere Grübchen ersetzten. Wohl kaum möglich, wenn da soviel fehlt.
Und du hast den Versuch unternommen mich rauszuholen. Noch einmal. Doch ich schob dich zurück, weil ich zu verletzt, zu kaputt war.
Es hat sich besser angefühlt, allein zu sein. Ein Fehler, den ich wohl kaum so schnell bereuen sollte, wie es letztlich kam.

Vielleicht hattest du Recht. So starb unsere Freundschaft. In meinem Kopf.

markisnothere

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: