Dieses Ding namens Erwachsensein

Hey,
ich schreibe sonst nicht so häufig über die üblichen Themen meiner Generation (bin 27, also Gen Y), aber gerade beschäftigt es mich.

So sitze ich da mit dem Wein in der Hand
Meine Stirn fängt zu runzeln an ich warte gespannt
Auf die Nachricht und wie sie beginnen zu tippen
Währenddessen Mail checken es rinnt über die Lippen

Was ging es mir gut, wär ich nicht so gestresst
mein Leben ein Feuerwerk bin zwanzig, ja bitte, echt
sollte raus und mein Leben genießen
dabei lieg sitze ich hier, während ich alleine Tränen vergieße

Das Leuchten in mir fängt schon an zu erlöschen
hab keine Fragen mehr, was soll ich schon auftischen
etwa die mich verkrüppelnde wartende Depression
Arbeitest du noch oder lebst du schon?

Wäre so einfach mein Kopf denkt sich zweifach
kann sich nicht entscheiden beginnt an zu meiden
was sich hier auftut und es piept und tut und tut und tut
flimmert, flackert meine Seele auf, fickt und fuckt mich ab
würde gerne doch gäb noch keinen Fick darauf

Der letzte war auch schon eine Weile her
nicht das Beste doch was macht ein Tropfen mehr
zwischen Masturbation des eigenen Egos
Dopamin-Flügel ich bitte höchst um Vergebung

Wieder aufstehen in den Klamotten von gestern
Hab ich beim Klettern der Leiter wieder etwas vergessen
Meinen Hut, meinen Schirm, gar meinen ganzen Kopf
Haare sind kurz, würde mich herausziehen
doch zu anfassen fehlte mir der rechte Schopf

Und jemand der mich endlich herauszieht
stecke im Sumpf und hoffe das es losdreht
Alles kaputt, jeder am Straucheln
um mich herum fangen Menschen an zu brennen
während ich mit Tränen meine Flammen lösche
wie soll ich dieses Kapitel nennen

Es bleibt eiskalt, weil die Kälte mein Zuhause ist
suche die Wärme, die Nähe sieht nie mein Antlitz
los komm und seht, was er in sich rein frisst
nochmal therapiert, dass er länger auf dem Dasein sitzt

Frage wofür, wofür kenn keine Antwort mehr
Trage die Tür, die Tür, die Tür bis ich sie öffnen kann
Den Schlüssel schon längst verloren schaue ins Leer
Gibst du mir ein Brecheisen, sodass es weiter gehen kann

Jeder Doktor den ich frag, hat doch keine Lösung parat
Jeder Motor, den ich anwarf, erstickt schon nach dem ersten Takt
Hab ich die Erlaubnis mich an die Heizung zu setzen
Ich bleibe hier bin von der Wärme wieder wie besessen

Roll mich ein, hier mache ich’s mir heimelig
Und während ich hier lieg
frag ich mich, wer ist dieses ich.


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