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Eine Halle voller Menschen

Sie sitzen in der Halle und warten auf den dritten Gang. Komme vorbei, weil ich eingeladen wurde. Ungefähr 4 bis 5 kleine Menschen tummeln sich auf dem Boden und suchen nach Aufmerksamkeit. Einer davon wird gestillt. Es wirkt wie ein friedliches Durcheinander. Sie sagt es wären gar nicht so viele Menschen wie sonst üblich. Das scheint mir glaubwürdig, jedoch weiß ich noch nicht so recht, was ich damit anfangen soll. Ich versuche mich zu fügen und suche sie als Halt auf. Es ist schön. Mir wird gesagt ich sei willkommen hier und ich fühle es. Interessant. Das Gefühl habe ich selten. Ich hinterfrage mich wieder, was ich denn wirklich hier mache. Wir essen Rote Beete auf einem Teller, darauf ein kleiner Salat. Essen hat mich bisher schon irgendwie glücklich gemacht, doch hat es mich außerdem stark an meine Mutter erinnert und kann ich es nicht wirklich genießen. Ich könnte offener sein und ich habe das Bedürfnis mich weiterzubilden was das angeht. Es wäre ja dankbarer nehme ich an.

4 Babys sitzen da und ich kann nicht glauben, dass da irgendwas in mir das Gefühl mit dir verbindet, obwohl wir uns kaum kennen. Diese Dinger scheinen interessant auf mich zu wirken und es wäre nicht schlimm wäre eins davon von uns. Zumindest von außen betrachtet. Ich weiß, dass das Quatsch ist, aber es macht mir nicht mehr so viel Angst, wie immer, wenn ich dir in die Augen sehe. Ein wenig Unverbundenheit macht sich in mir breit, weil ich von meiner Familie kam von Weihnachten. Doch es ist schön. Wir sehen uns an und es ist warm, als der alte Motor anfängt zu lodern und die Ofenwärme, die du so gerne magst uns beide wärmt. Wir sind verbunden und getrennt. Wir wissen, dass es bald kurzweiliger wird und das macht mich nachdenklich. Ich möchte es nicht beenden. Es ist schön mit dir und ich weiß, dass die Zeit kurz sein wird, die wir getrennt sind. Ich möchte nicht diese Bindung zugeben, die ich dir gegenüber empfinde. Bin ich erwachsen genug gefühlt oder welche Anteile von mir wollen dich. Wie sehr kann ich das alles zulassen.

Zwei der Kinder werden gewickelt. Im Hintergrund spielen die Kinder an einem Seil und es fühlt sich an, als wäre das eine schöne Art zu leben. Alle gehören irgendwie verbunden und ich versuche mich zu fügen. Das kleine Kind in mir tollt auf dem frisch gewaschenen Teppich vor dem Kamin. Es fühlt sich an wie die Kirschohrringe, die wir damals hatten. Irgendwas in mir kann etwas besser atmen als sonst. Obwohl der Gedanken und der aufkommenden Veränderung. Ich bin frei und bestimmt. Unsicher und auch gewollt. Wir reden über Gefühle und verschweigen. Wir reden in uns hinein und wollen nicht, dass wir gehen. Wir bleiben und bis spät. Du brauchst Ruhe. Ich auch. Verbundenheit in Ferne. Wir sind da. Ich sehe in deine Haselnussaugen und fahre durch dein kurzes Haar. Du riechst nach Aufbruch in eine Zeit, die ich nicht missen möchte.

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