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Badeente

Der Aufstieg der Roboter ist endgültig passiert. Bevor du gefangen wurdest spricht dein Mobiltelefon mit dir: „Dieser hier ist okay, weitermachen!“

Zum Glück scheint sein Mobiltelefon wasserfest zu sein. 30 Minuten und 30 Meter Unterwasser. Wer auch immer diese Werte festgelegt hat, hat wahrscheinlich ein Faible für gleichwertige Zahlen. Es blubbert kurz und taucht wie von selbst auf.

„What the fuck. Mein Handy ist eine Drohne?“, fragt der Protagonist dieser Geschichte, dessen Namen wir noch nicht kennen, weil er noch nicht genau vorgestellt wurde.
„Ich bin keine Drohne. Ich bin das Prey Spyphone 3GS“, antwortet es.
„Und das erklärt, weshalb du dich hier aus dem Bereich meines Schritts nach oben saust. Ich wusste nicht, dass Roboter nun auch in handelsüblichen Mobiltelefonen platz finden“, sagt der Protagonist leicht verärgert, weil er oder sie nicht daran gewöhnt ist, dass ein der verbalen Artikulation mächtiges Gerät aus der Intimzone auftaucht.
„Tun sie aber“, gibt es nur schroff von sich, fernab sich einer argumentativen Erklärung zu bedürfen.
„Und das soll ich verstehen?“, fragt der Protagonist.
„Genau, das sollst du oder… musst du auch nicht. Weil eigentlich bin ich nur da, dich zu überprüfen.“, erklärt das Prey.
„Aber warum gerade jetzt, wo ich nackt bin?“, gab der Protagonist perplex von sich.
„Das musst du nicht erfragen. Wir wissen die Antwort und das soll erstmal genug sein“, sagte das Prey.
Das Prey fängt beunruhigend an zu blinken und hört nicht auf. Es raucht eine kurze Weile, weswegen der Protagonist, dessen Geschlecht wir immer noch nicht kennen das Gerät versucht möglichst weit weg von sich wirft, in der Hoffnung es würde erstens nicht in dessen Hand explodieren, splittern, zerbersten oder was ein Mobiltelefon einer solchen Art auch immer gedenkt zu tun, wenn es anfängt zu rauchen und unaufhörlich zu blinken.
Ein leises Klonk, als die harte Schale des doch recht sensiblen Prey Spyphone 3GS an die TarTar-farbenen Fliesen des Appartments knallt und ohne viel Gegenkraft auf das Bett fällt.

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