Süßer Spinnenschatten

Hebe Kadaver, das obere Glied empor
Grob Palabern, sticht es in mich hervor
Dieser Gleiß hellt mich vollkommen ein
Bleibe weich und lulle mich muckelig rein

Wartest auf mit all deiner Summ Symmetrie
Schlägst du aus und fröhnst meiner Melancholie
Hab ich nicht noch gewarnt, so darf es nicht sein
Sechs Arme zart weichen auf in des Schatten Schein

Ein Ring aus Astral schmiedet sich in mein Netz
Gurgelt leise von Tod und schnell wird es zerfetzt
Neues Land zu entdecken schickt es auf Reisen
Glaub vernehmen will mich in ungestüm Schneisen

Sag wo führt der Weg uns nun hin?
Wisst ihr selbst dort wo zeigt nun dein Kinn.
Geschritten bin ich nun ewig, gar jahr
Geduld mein Kind wir sind schon bald da

So waten wir emsig im schwallenden Pech
Wellen vermengen zumindest ist’s echt
Bogen Regen sammeln die Netze nun fahrig
Flüchtige Schönheit reflexartig sag ich

Ungeduld das Kind vernimmt
Die Nadel jedoch flieht und stimmt
Dreh dich um ein halbes Mal
Woher du kamst aus dunklem Tal

Ich lese jedoch viel und Furcht
Des Spinnenaugen dringen durch
Halte ein mit deinem Schmelzen
Durch den Sumpf wir traben mit zwei Stelzen

Es begann der große Schritt unsicher
während Furcht nun litt schwach Lichter
Fingen wir und fühlten frei
Eins gedacht und schritten Brei

… [Fortsetzung folgt]


 

Der Blick in meine Deckenlampe ließ mich schwelgen in eine andere Welt.

Euer markisnothere

(c) markisnothere

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